NOTFALLMEDIZIN  
   
Notarztausbildung
Kärnten mit Notärzten weiter gut versorgt
50 junge Mediziner absolvieren Ausbildung.  


Eine sehr positive Bilanz kann der Verantwortliche für die Notarztausbildung in Kärnten, MR OA Dr. Dieter Kopper ziehen: „Kärnten ist in der glücklichen Lage, dass es auch für die nächsten Jahre genügend Notärzte hat.“ Der Referent für Notfall- und Rettungsdienste sowie Katastrophenmedizin der Kärntner Ärztekammer leitet in dieser Woche einen Ausbildungskurs in Cap Wörth in Velden. Dabei werden weitere 50 Ärztinnen und Ärzte aus ganz Österreich für lebensrettende Einsätze geschult.

Es handelt sich dabei um einen Stresstest für die jungen Mediziner. Denn sie müssen in dieser Woche eine Reihe von schwierigen praktischen Prüfungen  bestehen und sich umfangreiches theoretisches Wissen aneignen, damit sie das begehrte Notarzt-Dekret erhalten.

Eine wichtige Etappe haben sie bereits hinter sich gebracht. Seit einigen Jahren ist nämlich für Notärzte ein europaweit standardisierter Test vorgeschrieben. Die Europäische Gesellschaft für Wiederbelebung (European Resucitation Council) hat weltweit abgestimmte Notfall- und Wiederbelebungsrichtlinien herausgegeben. Die Schwerpunkte dabei sind Wiederbelebung, das Legen eines künstlichen Atemweges (Intubation) und Schocktherapie.

Dr. Kopper weist darauf hin, dass diese Ausbildungskurse für die Ärzte eine große Herausforderung darstellen. „Die Kollegen werden in den Kursen massiv gefordert. Das ist aber wichtig, damit sie das nötige Know how für den Einsatz mit Noteinsatzfahrzeugen oder den Notarzthubschraubern erwerben.

Im Gegensatz zu anderen Regionen gibt es in Kärnten keine Probleme bei der Besetzung von Notarztdiensten. „Wir haben derzeit rund 300 voll ausgebildete Notärzte, von denen 200 regelmäßig im Einsatz stehen“.

Für die 50 neuen Notärzte, die den Kurs in Cap Wörth absolvieren, ist dieser nur der Beginn eines langen Ausbildungsprozesses. „Jede Notärztin/jeder Notarzt muss  regelmäßig Weiterbildungs- und Auffrischungskurse absolvieren, wenn sie/er diese verantwortungsvolle Aufgabe dauerhaft wahrnehmen will“, weist Dr. Kopper auf den hohen Standard in unserem Land hin.

Auch die Qualität der Ausbildungskurse hat sich über die Landesgrenzen herumgesprochen. Denn mehrere Kursabsolventen kommen aus dem übrigen Österreich und aus Nachbarländern.

Für den Präsidenten der Kärntner Ärztekammer, Dr. Othmar Haas sind dies Hinweise für das hohe Niveau des Kärntner Notarztwesens. „Es garantiert der heimischen Bevölkerung und den Gästen unseres Landes, dass sie im Ernstfall bestmögliche Hilfe erwarten können. Dieses Gefühl der Sicherheit ist auch ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität in Kärnten.“

Für die Ärztekammer für Kärnten:
Der Referent für Notfall- und Rettungsdienste sowie Katastrophenmedizin: MR Dr. Dieter Kopper e.h.
Der Präsident: Dr. Othmar Haas e.h.


Klagenfurt, 03.03.2010